Trauern um die Opfer der rechten Gewalt

Pressemitteilung des Netzwerks für Demokratie und Courage e.V. zur neonazistischen Mordserie 

Die Akteure des Netzwerks für Demokratie und Courage (NDC) trauern um die Opfer der rechten Gewalt und möchten den Angehörigen ihr Mitgefühl ausdrücken. Unsere Solidarität gilt den Opfern und deren Angehörigen! Wir signalisieren euch, dass wir die menschenverachtenden Zustände in unserem Land nicht akzeptieren und uns weiterhin an dem Veränderungsprozess aktiv beteiligen werden, der zu mehr demokratischer Kultur und einer offenen, menschenfreundlichen, couragierten Gesellschaft führt.

Wir appellieren an alle Menschen in diesem Land, dies ebenfalls zu tun und diesen furchtbaren Anlass zu nutzen, um eigenes Denken und Handeln zu hinterfragen. Wir hoffen, dass sich alle Demokratinnen und Demokraten zusammenfinden werden, um ganz praktisch auszuhandeln, was nun getan werden muss.

Die Akteure des NDC sind in Schulen, Ausbildungs-und Jugendeinrichtungen unterwegs. Von dort kennen wir menschenverachtende Haltungen, die im schlimmsten Fall zu solchen Verbrechen führen können. Immer wieder werden wir in Diskussionen, manchmal auch von Lehrenden mit einer Frage konfrontiert: Warum macht ihr nichts gegen Linksextremismus?  Diese Frage können wir beantworten. Wir sind grundsätzlich gegen jede Form der Gewaltausübung. Unserer Meinung nach lassen sich vorherrschende Phänomene nicht mit dem einfachen Schema „Hier die Links-, da die Rechtsextremen und in der Mitte die Guten“ beantworten. Viele Studien zeigen, dass menschenverachtende Einstellungen vor allem in der „guten“ Mitte zu finden sind. Mittels dieses Schwarz/Weiß-Denkens bleibt das eigene Reflektieren aus.

Und diese Einstellungen lassen, vereinfacht gesagt, zu, dass sich menschenverachtende, rechte Einstellungs- und Handlungsmuster ungestört (manchmal belächelt, kaum hinterfragt, wenig sanktioniert) ausbreiten können. Wir sind angetreten, diese Wahrnehmungen anzusprechen, zu hinterfragen und die Menschen zum Handeln zu ermutigen.

Pressekontakt:

Andreas Stäbe, Geschäftsführer,

Tel.: 0351/4810060, staebe@netzwerk-courage.de

Dresden, 17.11.2011

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