Oury Jalloh und der Kampf um Wahrheit

 Konferenz-Einladung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.

28. Juli 2012 | Von 12:00 bis 18:00 Uhr
Münzenberg-Saal | Franz-Mehring-Platz 1 | 10243 Berlin | Am S-Bhf Ostbahnhof
* Kinderbetreuung vorhanden
* barrierefrei
* Eintritt ab 11:30 Uhr

Oury Jalloh und der Kampf um Wahrheit
Warum es so schwierig ist Polizeibeamt_innen für deren rassistischen
Morde vor Gericht zu bringen und zu verurteilen

Oury Jallohs Geschichte wird hundert und tausendmal erzählt – als Teil
einer langen grausamen Geschichte von Nationalismus, Kolonialismus,
Repression und Rassismus. Und hinter jedem einzelnen Mord steht eine
Geschichte, die von Kriegen erzählt, von Macht und Ideologien.

Am 7. Januar verbrannte Oury Jalloh im Dessauer Polizeigewahrsam an
Händen und Füßen gefesselt, auf einer feuerfesten Matratze fixiert.
Damals gründeten Freunde von Oury Jalloh und andere Aktivist_innen der
Dessauer Black Community die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“
Diese Basis hält mittlerweile über sieben Jahre und hat ein großes
Netzwerk an Unterstützer_innen aufgebaut.

Seit Januar 2011 werden die Todesumstände von Oury Jalloh vor dem
Magdeburger Landgericht im Revisionsverfahren erneut verhandelt. Endlich
wird auch vor Gericht über die rassistische Vergangenheit des Dessauer
Polizeiapparates gesprochen. Doch die ständigen Prozessbeobachter_innen
der „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.“ sehen, wie sich im
Gerichtssaal Staat, Justiz und Polizeibeamt_innen gegenseitig Deckung
geben.

Nicht nur mit Verurteilungen von Polizeibeamt_innen geht die deutsche
Justiz recht sparsam um. Versuche rassistisch motivierte Morde
überhaupt auf die Anklagebank zu bringen scheitern oftmals schon daran,
dass sie nicht als solche erkannt werden und als Unfall abgetan werden
oder die Mordopfer gar als Täter_innen stigmatisiert werden. Hinzu
kommt, dass Widerstandskämpfer_innen, Menschen, die den Rassismus klar
benennen und für Aufklärung kämpfen, von der Polizei seelisch und
körperlich zerschlagen und öffentlich kriminalisiert werden.

Was genau aber bedeutet es Widerstand gegen Rassismus und die kollektive
Vertuschung von Morden zu leisten? Wie wirkt sich der fortdauernde
Kampf auf das Bewußtsein der Bevölkerung und auf die Gesetzgebung aus?
Wird es in Zukunft möglich sein sich gegen Repressionen von
Polizeitbeamt_innen vor Gericht zu wehren? Welche Rolle spielt die
internationale Solidarität für Widerstandsgruppen und für jeden
Einzelnen? Über diese und andere Fragen möchten wir gemeinsam diskutieren.

Infos und Flyer zum download unter:
http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

Presseanfragen bitte an Komi Edzro
mobil: +49-176-38113135
e-mail: initiative-ouryjalloh[AT]so36.net

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
Colbestraße 19
10247 Berlin

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