Ausstellung „Juden in Sachsen“

Vom 09.11. – 20.11.2011 Kulturzentrum HdG Erzhammer, Kleiner Saal

Forum Zeitgeschichte 

„Juden in Sachsen“ Ausstellung und zweiwöchige Themenwoche mit verschiedenen Veranstaltungen

Von den Anfängen jüdischen Lebens in Sachsen bis in die Gegenwart werden in der Wanderausstellung Epochen jüdischen Lebens und Stationen jüdisch-christlichen Miteinanders exemplarisch und detailreich dargestellt. Dabei wird aufgezeigt, welch wichtige Beiträge in Kunst und Kultur, in Wissenschaft und anderen Bereichen viele Sachsen jüdischen Bekenntnisses geleistet haben. Das Rahmenprogramm umfasst Lesungen, Musik und Zeitzeugenberichte und wirft auch einen Blick auf die ehemalige jüdische Gemeinde in Annaberg-Buchholz.

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Jugendverein Agenda Alternativ e.V

09.11. Mittwoch 20.00 Uhr Kulturzentrum HdG Erzhammer, Säle Eröffnung der Ausstellung mit Vortrag über Antisemitismus von Jan Riebe von der Amadeu-Antonio Stiftung für Zivilgesellschaft und demokratische Kultur Berlin.

Montag, 14. November 19.30 Uhr Buchlesung Zwi Kanar „Jona“ mit Klezmer-Musik Zwi Kanar (1929-2009) überlebte als Kind den Holocaust. In seinem autobiografischen Roman hat er unfassbare Geschichten über diese Zeit und die chaotischen Jahre danach aufgeschrieben. Schauplätze sind unter anderem Polen, Buchenwald, Annaberg, Israel, Italien, New York. Aus der Erzählperspektive des Heranwachsenden, in einer Mischung aus nüchtern protokollierender Schreibweise, satirischer und schonungsloser Kommentierung schildert er seine Erlebnisse. Nach Veröffentlichungen in Israel und Polen ist nun endlich auch eine deutsche Übersetzung von Zwi Kanars außergewöhnlichen Lebenserinnerungen „A fish hot mikh nisht aingeshlungen“ erschienen, die nach der „Jiddischen Musik und Theaterwoche Dresden “ nun auch in Annaberg-Buchholz vorgestellt wird.

Donnerstag, 17. November 19.00 Uhr Zeitzeugenbericht von Justin Sonder aus Chemnitz, der als 15jähriger nach der Pogromnacht in Chemnitz seine Eltern verlor und nach Auschwitz gebracht wurde. Hier überlebte er 16 Selektionen und später zwei Todesmärsche bevor er von den Amerikanern aus den Händen der SS befreit wurde. Vor kurzem begleitete Justin Sonder Bundespräsident Wulf nach Auschwitz.

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